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20 Jahre Städtepartnerschaft Weil am Rhein - Trebbin
Jubiläumsbegegnung vom 9. bis 11. April 2010

Vom 9. bis 11. April besucht eine Delegation aus Trebbin anlässlich des 20jährigen Jubiläums der beiden Städte Weil am Rhein. Vor allem Menschen „der ersten Stunde“ gehören der Gruppe an, die von Hans-Jürgen Friedrich und Brigitte Wittkämper am Flughafen empfangen und dann ins Rathaus zu einem Frühstück geleitet wird. Um 10 Uhr werden die Gäste von ihren Gastgebern abgeholt. Um 19 Uhr abends bittet Oberbürgermeister Wolfgang Dietz ins Rathaus-Foyer zum Empfang der Gäste mit Mitgliedern des Vereins zur Förderung und Pflege von Städtepartnerschaften. Am Samstag wird das neue Vitrahaus gezeigt und ab 18 uhr auf Einladung des Städtepartnervereins ein Essen im Kulturcafé Kesselhaus gegeben. Am Sonntag wird dann nach einem Gottesdienst mit Pfarrer i.R. Gerold Peper in der Altweiler Kirche um 11.15 Uhr ein Apéro im Museum am Lindenplatz mit einer Führung durch die Ausstellung „zämmecho in Wiil“ verbunden.
 

 

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Die Redakteurin Uta Franke von der Märkischen Allgemeinen Zeitung hat anlässlich des Jubiläums am 1.April einen Artikel mit Kommentar veröffentlicht, aus dem wir gerne zitieren:

Vor 20 Jahren wurde in Trebbin der Verein gegründet, der Städte-Beziehungen unterhält (aus der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“, Luckenwalde)

„Die ersten partnerschaftlichen Kontakte zwischen Trebbin und Weil am Rhein entwickelten sich bereits zu DDR-Zeiten über die Kirche. Am 31. März 1990 wurde die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Städten offiziell besiegelt. Etwas später, am 18. Juni 1990, gründete sich der Städtepartnerschaftsverein Trebbin. Daran wurde am Dienstagabend bei einer Festveranstaltung des Vereins im Trebbiner Parkhotel erinnert.

„1991 waren wir 33 Mitglieder, heute sind es rund 70“, erklärte Bärbel Bartl. Sie ist von Anfang an die Vorsitzende des Vereins, der seitdem nicht nur die Städtepartnerschaft lebendig hält, sondern auch selbst ein reges Vereinsleben gestaltet. Peter Blohm reiste als erster Trebbiner Bürgermeister nach Weil am Rhein. „Das war zum Neujahrsempfang der Stadt 1989, also noch DDR-Zeit, und ich sprach im Stadtparlament“, erzählte Blohm, der seit 1988 über den damaligen Trebbiner Pfarrer Matthias Fiedler heimliche Kontakte zu Weil am Rhein unterhielt.

Die offizielle Urkunde für die Partnerschaft mit Bognor Regis in England unterschrieb dann der Nachfolger von Peter Blohm, Georg John, während seiner Amtszeit als Bürgermeister. Er war von der Städtepartnerschaft zunächst weniger begeistert. „Ich war skeptisch, befürchtete lediglich einen Behördenaustausch, doch die Partnerschaft lebte in den Vereinen und Familien. Was der Partnerschaftverein leistet, ist enorm“, so Georg John bei der Festveranstaltung.

Der heutige Trebbiner Bürgermeister Thomas Berger fährt vom 9. bis 11. April mit Vertretern aus Trebbin zum Jubiläumsbesuch anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft nach Weil am Rhein. „Die Kontakte zu Weil am Rhein und Bognor Regis tragen dazu bei, Menschen einander näher zu bringen und sich besser zu verstehen“, sagte Berger. So haben sich zahlreiche familiäre Freundschaften entwickelt. Fester Bestandteil der partnerschaftlichen Beziehungen sind das traditionelle Straßenfest in Weil am Rhein, an dem sich auch der Trebbiner Gewerbeverband beteiligt, sowie die jährlich abwechselnd in einer anderen der drei Städte Weil am Rhein, Trebbin und Bognor Regis stattfindenden Städtepartnerschaftstreffen.

Kommentar von Uta Franke zur Städtepartnerschaft mit Trebbin

Partnerschaft

Man möchte in diesem Fall irgendwie daran glauben: Was der Himmel verbindet, soll der Mensch nicht scheiden. Die nunmehr 20-jährige Städtepartnerschaft zwischen Trebbin und Weil am Rhein ist in der Tat kirchlichen Ursprungs. Und sie hält nicht nur, es ist sogar eine recht glückliche Partnerschaft. Sie fußt auf Freundschaft, gegenseitiger Achtung und viel Respekt. Die Partner hatten von Anfang an Sympathien füreinander und sie haben sich im Laufe der Jahre immer besser kennengelernt. Dabei liegen zwischen Trebbin in Brandenburg und Weil am Rhein in Baden-Württemberg rund 800 Kilometer. In manchen Partnerschaften sind Entfernungen auf Dauer ein Beziehungskiller. Hier nicht. Dass beide Seiten auch noch in anderen recht intensiven (Städte)-Beziehungen stecken, gilt durchaus als Bereicherung. Die Trebbiner schielten nie neidisch an den sonnigen Rhein. Die Weiler waren stets großzügig gegenüber Trebbin und freuen sich mit über jeden Fortschritt. Weiler haben nach Trebbin und Trebbiner nach Weil geheiratet. Margit und Bernd Böddeker aus Weil am Rhein haben sich gar entschlossen, ihren Lebensabend an der Nuthe zu verbringen. Sie vermissen hier nichts – höchstens den echten Schweizer Käse aus der Weiler Nachbarstadt Basel.